zuletzt aktualisiert: 2026
Friends United Initiative – Anerkennung indigener Kulturen in Kanada wächst stetig
Der Bekanntheitsgrad der deutsch-kanadischen Friends United Initiative steigt seit Jahren kontinuierlich. Ins Leben gerufen wurde die Initiative vom deutschen Auswanderer Rolf Bouman, der sich seit fast drei Jahrzehnten für Verständigung, Anerkennung und kulturellen Austausch mit indigenen Völkern Kanadas engagiert.
Unterstützt wird Friends United von der kanadischen Firma Canadian Pioneer Estates Ltd., die ebenfalls von Rolf Bouman gegründet wurde. Heute wenden sich verschiedene Ebenen der kanadischen Regierung an ihn, um den Dialog und die Zusammenarbeit mit indianischen Stämmen weiter auszubauen. Auch zahlreiche Institutionen stehen inzwischen regelmäßig mit der Friends United Initiative in Kontakt.
Indigene Kunst von Friends United in öffentlichen Einrichtungen
Ein sichtbares Zeichen dieser Anerkennung sind die zahlreichen Kunstwerke indigener Künstler der Friends United Initiative, die heute in vielen Regierungsgebäuden, kanadischen Universitäten, Volkshochschulen, Gemeindezentren und anderen öffentlichen Gebäuden ausgestellt sind. Die Bilder stehen für kulturelle Identität, Geschichte und Spiritualität der indigenen Völker Kanadas.
Indigene Gerichtssäle und die Rückbesinnung auf Werte
Ein besonders bedeutender Schritt ist die Einrichtung indianischer Gerichtssäle in Kanada. In diesen Räumen wird bewusst auf die indigene Vergangenheit, Geschichte und Spiritualität Bezug genommen. Ziel ist es, die Rechte der indigenen Völker kanadaweit stärker anzuerkennen und traditionelle Werte in den Justizprozess einzubinden.
Im Mittelpunkt stehen dabei die sieben indianischen Tugenden:
- Liebe
- Respekt
- Weisheit
- Bescheidenheit
- Mut
- Wahrheit
- Ehrlichkeit
Viele der von Rolf Bouman entdeckten und geförderten Künstler greifen diese Tugenden in ihren Werken auf. Dazu zählen unter anderem Loretta Gould und Shianne Gould, deren Bilder sich intensiv mit Spiritualität, Familie und Mutter Erde beschäftigen.
Pilotprojekt: Friends United gestaltet ersten indigenen Gerichtsaal
Vor diesem Hintergrund wurde die Friends United Initiative gebeten, im Rahmen eines Pilotprojekts den ersten kanadischen Gerichtsaal mit indigener Prägung in Nova Scotia mitzugestalten. Zu diesem Zweck trafen sich im Friends United International Convention Center auf Cape Breton Island Künstler, Richter sowie weiteres Justizpersonal zu gemeinsamen Beratungen.
Mit großem Stolz und spürbarer Freude wurden die Vorbereitungen für dieses besondere Projekt geplant. Auch weitere indigene Mi’kmaq-Künstler, darunter Darren Julian und Amanda Julian, brachten ihre Ideen und Kunstwerke ein.
Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung ist ein englischsprachiges Dankschreiben der kanadischen Richterin Laurie Halfpenny MacQuarrie aus Nova Scotia, das die Bedeutung dieses Projekts unterstreicht. Alle Beteiligten sehen es als äußerst positiv, dass die indigenen Stämme Nordamerikas zunehmend mehr gesellschaftliche und institutionelle Anerkennung erfahren. Für Rolf Bouman und seine indianischen Freunde ist dies die Würdigung von fast 30 Jahren engagierter Arbeit. Der Wagmatcook Provincial Court wurde im Juni 2018 eröffnet.
Ein weiteres Friends United Projekt: Musik-CD mit indianischer Musik
Neben Kunst und Justiz engagiert sich Friends United auch im musikalischen Bereich. An einem neuen Projekt wirken John Kelly (Kelly Family / Elfenthal) sowie seine Ehefrau Maite Itoiz (Elfenthal) mit.
Rolf Bouman hat die beiden international bekannten Musiker gebeten, gemeinsam mit seinen indianischen Freunden eine Musik-CD mit indianischer Musik zu produzieren. Die Aufnahmen sollen in Cape Breton, Nova Scotia, entstehen und die kulturelle Vielfalt sowie spirituelle Tiefe indigener Musiktraditionen hörbar machen.

