zuletzt aktualisiert: 2026
John Kelly in Kanada – Besuch bei Rolf Bouman und der Friends United Initiative
John Kelly (bekannt durch die Kelly Family) besucht gemeinsam mit seiner Frau Maite Itoiz die kanadische Provinz Nova Scotia, um dort die Friends United Initiative zu unterstützen. Gastgeber ist Rolf Bouman, Gründer von Friends United, der seit vielen Jahren kulturelle Brücken zwischen Europa, Kanada und indigenen Gemeinschaften baut. Seit rund 20 Jahren arbeitet die kanadisch-indianisch-deutsche Initiative Friends United an zahlreichen Projekten mit der indigenen Bevölkerung Kanadas zusammen. Der Fokus liegt dabei auf kulturellem Austausch, gegenseitigem Lernen und der Förderung indigener Künstlerinnen und Künstler.
Info: Wer sind John Kelly und Maite Itoiz?
John Kelly ist Musiker und ehemaliges Mitglied der Kelly Family. Gemeinsam mit seiner Frau engagiert er sich seit vielen Jahren in kulturellen und internationalen Projekten. Neben seiner musikalischen Laufbahn unterstützt er Initiativen, die kulturellen Austausch, Verständigung und Zusammenarbeit fördern, unter anderem in Kanada.
Maite Itoiz ist Sopranistin, Komponistin und Musikerin. Sie ist Gründerin des Musikprojekts Elfenthal und arbeitet seit vielen Jahren an interkulturellen Kunst– und Kulturprojekten. Ihr Fokus liegt auf der Verbindung unterschiedlicher musikalischer Traditionen und auf künstlerischem Austausch über kulturelle Grenzen hinweg.
Friends United und indigene Kulturprojekte in Kanada
Die Projekte von Friends United erstrecken sich über mehrere kanadische Provinzen, darunter Nova Scotia (Cape Breton Island), New Brunswick, Quebec, Ontario, Manitoba und British Columbia. Ziel ist es, kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen und traditionelle Werte zu bewahren.
Ein wichtiger Bestandteil der Initiative ist die Zusammenarbeit mit Künstlern, Musikern und Kulturschaffenden aus verschiedenen Regionen und Kulturen, stets auf Augenhöhe und mit großem Respekt gegenüber indigener Tradition.
Indianische Melodien, Gesänge und kulturelle Wurzeln
Seit einigen Jahren arbeitet die Friends United Initiative auch an einem Musikprojekt, geleitet von der baskischen Produktionsfirma Elfenthal. Leiterin der Elfenthal Gruppe ist die Sopranistin, Komponistin und Musikerin Maite Itoiz. Sie arbeitet unter anderem mit Ihrem Mann John Kelly (ebenfalls bei Elfenthal) an diesem Friends United Musikprojekt zusammen. Basis der Musik sind indianische Melodien, Gesänge und Texte, die von indianischen Künstlern performt werden. Maite vermischt nun bei dieser einzigartigen Produktion Musikstücke mit den Klängen anderer Musiker und Sänger aus der ganzen Welt. Hierbei entstehen sehr interessante Kreationen und nach einigen Jahren ist die finale Produktion inzwischen abgeschlossen. Indianische Freunde sind die Basis dieses Arrangements. Zum Beispiel ist der Musiker David Maracle aus Ontario dabei. Auch der indianische Erbtitelhäuptling Stephen Augustine aus New Brunswick und der Dichter und Maler Duke Redbird aus Toronto. Ebenfalls dazu gehören der Geschichtenerzähler Leland Bell aus Manitoulin Island und die Trommelgruppe Stoney Bear aus Cape Breton, Nova Scotia. Außerdem wirken bekannte, nicht indigene Musiker aus Kanada mit. So zum Beispiel Heather Rankin von der Rankin Family Band und der frühere Nova Scotia Premierminister Rodney MacDonald. Auch die Musiker Mac Morin, Kenneth MacKenzie und Brian Doyle sind mit von der Partie.
John Kelly und Musiker aus Europa im kulturellen Austausch
Aus Europa sind nicht nur Maite und John Kelly bei dieser Musikproduktion vertreten, sondern auch Musiker aus Großbritannien. So zum Beispiel Maggie Reilly und Moya Brennan. Maggie Reilly ist unter anderem bekannt durch Mike Oldfields „Moonlight Shadow“. Moya Brennan weist ebenfalls, wie ihre Schwester Enya, ein großes Talent auf. Weiterhin sind Roberto Tiranti aus Italien und diverse andere Musiker aus der ganzen Welt vertreten.
Rolf Bouman, Elfenthal und die Friends United Initiative
Dieses Musikprojekt ist von dem Gründer der Friends United Initiative, Rolf Bouman, ins Leben gerufen worden. Die Gruppe Elfenthal hat es brilliant umgesetzt. Durch diese Musik baut das Projekt Brücken der Völkerverständigung auf und fördert die Wiederbelebung indianischer Kultur auf diverse Art. Finanzielle Unterstützung bietet der kanadische Verlag (Ad)Venture Canada Publishing Inc. dem Projekt. Auch die kanadischen Landerschließungsfirmen Canadian Pioneer Estates Ltd. und Canec Land Developments Inc. helfen dabei.
Ein interessanter Fakt
Für dieses einzigartige Musikprojekt wurden auch 120 indianische Trommeln von dem indianischen Trommelbauer Dan Levy gebaut. Die besten 12 dieser Trommeln wurden (je nach Klang) für einige der Musikstücke mit eingesetzt. Verschiedenste Künstler bemalen die anderen Trommeln. Die Friends United Initiative vergibt diese Trommeln anschließend an indianische Kinder, Schulen, Künstler und Botschafter.
Kulturelle Verantwortung und internationale Verständigung
Der Besuch von John Kelly und Maite Itoiz in Kanada steht exemplarisch für einen respektvollen Umgang mit indigener Kultur und für internationale Verständigung. Auch ohne veröffentlichte Musikwerke bleibt das Engagement ein wichtiges Zeichen für kulturelle Verantwortung und nachhaltige Zusammenarbeit.
Im Mittelpunkt stehen persönliche Begegnungen, gegenseitiger Respekt und das Bewusstsein dafür, dass Kultur verbindet, über Länder, Generationen und Traditionen hinweg.